| Wettkampfordnung |
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Wettkampfordnung
! ACHTUNG ! Das seit einiger Zeit in der Klasse der DAN-Träger verwendete Leicht-Kontakt-Prinzip (Durchkämpfen / ohne Punktstop) ist in diesem Text noch nicht enthalten. Die relevanten Regeländerungen werden zu Beginn eines jeden Turniers anhand einer Vorführung erklärt. Eine Anpassung der betroffenen Punkte in der Wettkampfordnung wird in Kürze vorgenommen. Kämpfe in der Klasse der Farbgürtel (8. - 2. Kup) werden weiterhin nach dem hier beschriebenen Semi-Kontakt-Prinzip (Punktstop) durchgeführt. ! ATTENTION ! Fights in all DAN-classes (1.Kup to all DAN-degrees) will be carried out in Non-Stop-System. Special rules of the Non-Stop-System are not yet on this side but will be shown and explained in the beginning of each tournament. The text below will be completed soon. Fights in the other classes (8. - 2. Kup) will obey exactly the contents below.
1 Die Prinzipien des Taekwondo Leichtkontakt-Kampfes 2 Geltungsbereich und Voraussetzungen 4 Zeremoniell, Kommandosprache und Gestik 4.2 Anzeigen des Kampfgerichtes 7.2.1 Gewichtsklasseneinteilung
1 Die Prinzipien des Taekwondo Leichtkontakt-Kampfes
Die Grundvoraussetzung für die Durchführung eines sportlichen Kampfes nach den Regeln des traditionellen Taekwondo ist die Fähigkeit der Kämpfer in jeder Kampfsituation nur absolut kontrollierte Techniken auszuführen. In gleicher Weise müssen im Leichtkontakt-Kampf die Techniken ausgeführt werden. Da die Schützer jedoch einige Zentimeter dick sind, führt eine entsprechende Technik nur dann zu einem Wertungspunkt, wenn die Schützeroberfläche den Gegner leicht berührt. Der Endpunkt der Bewegung muß innerhalb der Schützerdicke liegen. Auf den Getroffenen darf keine deutliche Schubwirkung ausgeübt werden.
Anders als beim Vollkontakt führt auch der Treffer mit dem vorderen Arm oder Bein zu einem Wertungspunkt. Nach erfolgtem Kontakt muß der angreifende Arm bzw. das Bein sofort zurückgezogen werden. Der Treffer soll nur einen kurzen Impuls auf den Auftreffpunkt ausüben. 2 Geltungsbereich und Voraussetzungen Die Wettkampfordnung gilt für alle Mitglieder des DTB bei Einzel- und Mannschaftswettkämpfen, die innerhalb des DTB ausgetragen werden. Weiterhin bildet sie die Grundlage für Wettkampfbegegnungen mit anderen Sportlern. Voraussetzung für interne Meisterschaften ist die Zugehörigkeit zum DTB, die durch Vorlage des Ausweises dokumentiert werden muß. Jeder Teilnehmer muß vor Beginn der Veranstaltung ein sportärztliches Gesundheitszeugnis beibringen. Für die Bekleidung der Kämpfer und des Kampfgerichtes gelten die Bestimmungen der Kleiderordnung.
Die Durchführung von Veranstaltungen wird von der Technischen Kommission koordiniert. Die Veranstaltung wird vom Ausrichter mindestens 4 Wochen vorher mit folgenden Angaben ausgeschrieben:
01. Titel Die Meldungen werden von den jeweiligen Schulleitern bzw. Abteilungsleitern eingereicht.
Damit die Veranstaltung zur Zufriedenheit aller Beteiligten organisiert werden kann, ist der rechtzeitige Eingang der Meldungen unbedingt erforderlich. Nachmeldungen werden mit einer erhöhten Meldegebühr belegt. Nachmeldungen können in der Ausschreibung auch ausgeschlossen werden.
4 Zeremoniell, Kommandosprache und Gestik Saju Daeryon (Freikampf)
Vor Beginn des Kampfes wird zur Unterscheidung der beiden Kämpfer hinten am Gürtel eines Kämpfers ein rotes Band befestigt. Zu Beginn des Kampfes stellen sich die Kämpfer in Achtungstellung einander zugewandt vor die Markierung in der Mitte der Kampffläche. Die entsprechenden Kommandos werden vom Kampfleiter in koreanischer Sprache gegeben. Der Kampf beginnt mit dem Kommando Chario, danach erfolgt die Begrüßung.
Der Kampfleiter zeigt die Blickrichtung der Kämpfer durch Armbewegung an. Koreanische Wettkampfkommandos:
Am Ende des Kampfes führen die Kämpfer auf Kommando des Kampfleiters die gleichen Verbeugungen wie zu Beginn des Kampfes aus, jedoch in umgekehrter Reihenfolge. 4.2 Anzeigen des Kampfgerichtes
Pluspunkt (Ilzom, 1 Pluspunkt / Izom, 2 Pluspunkte / Samzom, 3 Pluspunkte)
Verwarnungen (Gionggo: Gionggo Hana, 1. Verwarnung / Gionggo Dul, 2. Verwarnung)
Minuspunkte (Gamzom: Gamzom Hana, 1ter Minuspunkt / Gamzom Dul, 2ter Minuspunkt / Gamzom Set, 3ter Minuspunkt)
Siegerbenennung
Punktanzeige
Das Kampfgericht muß vollkommen neutral sein, da auch an seinen Leistungen und an seinem Verhalten die Sportart Taekwondo gemessen wird. 5.1 Zusammensetzung
Der Vorsitzende ist ein hoher Dan-Träger (mindestens 4. Dan) mit Kampfrichterlizenz A, der das gesamte Kampf- und Wertungsgeschehen beobachtet. Er darf jederzeit beratend in das Geschehen eingreifen. Er entscheidet in Streitfällen. 5.3 Der Kampfleiter
Der Kampfleiter ist ein hoher Dan-Träger (mindestens 4. Dan) mit Kampfrichterlizenz A. Er regelt den Kampf, gibt die Kommandos und zeigt die Wertungen an. Für die Betreuer ist er allein der Ansprechpartner während des Kampfgeschehens. 5.4 Die Kampfrichter
Die Kampfrichter sind Dan-Träger (mindestens 1. Dan) mit Kampfrichterlizenz C oder B. Sie zeigen offen mit geeigneten Mitteln ihre Wertung an.
Der Zeitnehmer ist ein Taekwondo-Sportler, der mit den Kommandos vertraut ist. Die Zeitnahme beginnt mit dem Kommando Sijak. Bei jeder Kampfunterbrechung wird die Stoppuhr angehalten. Beim Kommando Ge-sok (weitermachen) läßt er die Uhr weiterlaufen. Der Zeitnehmer wirft nach Ablauf der regulären Kampfzeit ein farbiges Stoffsäckchen auf die Kampffläche. 5.6 Der Listenführer
Der Listenführer protokolliert die Kampfpaarungen und die Kampfergebnisse nach Vorgabe durch das Kampfgericht. Er notiert die Verwarnungen und die Minuspunkte. 6.1 Einzelwertungen 6.1.1 Pluspunkte
Nach einem regelrechten Treffer muß der Kampf sofort unterbrochen werden. Bei der Trefferfolge werden die ersten beiden Treffer gewertet. Dreht sich ein Kämpfer bei einem Angriff aus Angst oder Absicht weg und wird deshalb am Hinterkopf getroffen, so wird der Treffer gewertet. Sprungtechniken müssen unbedingt als solche anerkannt werden. Es gibt kein Maß für die Höhe oder Weite eines Sprunges. Gleichzeitiges Treffen und Absetzen zählt als Sprungtechnik. Trefferflächen:
Muß der Wettkampf wegen einer Verletzung eines oder beider Wettkämpfer unterbrochen werden, hat der Kampfleiter folgende Maßnahmen zu ergreifen:
Gewinner des Kampfes ist in der Regel derjenige, welcher nach der vorgegebenen Kampfzeit die meisten Punkte auf sich vereinigen kann. Nach einem schweren K.O. eines Wettkämpfers ist dieser zum Schutz seiner eigenen Gesundheit vom weiteren Verlauf des Turniers auszuschließen. Ein Sieg kann zustande kommen durch:
Kämpfen in einer Gewichtsklasse 3 Kämpfer um Platz 1 bis 3 (A - B, A - C, B - C), müssen bei der Auswertung die Minuspunkte von den Pluspunkten abgezogen werden. Bei Punktegleichstand entscheidet das Kampfgericht. Wertungskriterien sind zum Beispiel: Wer war der aktivere, effektvollere Kämpfer, welche Techniken sind eingesetzt und wie sauber sind die Techniken ausgeführt worden.
Proteste können nur bei der Wettkampfleitung eingelegt werden. Der Protest ist grundsätzlich unmittelbar nach Beendigung des Kampfes durch den Betreuer oder einen Offiziellen einzureichen. Eine Videoaufzeichnung als Beweis bei einer umstrittenen Kampfleiterentscheidung ist nicht zulässig, da der Kampfleiter nach bestem Wissen und Gewissen im Einvernehmen mit den Kampfrichtern seine Entscheidung treffen muß (Sofortentscheidung). Die Wettkampfleitung gibt nach Beratung Ihre Entscheidung bekannt. Erst jetzt kann der nächste Kampf in derselben Gruppe stattfinden. Die Entscheidung der Wettkampfleitung ist entgültig, ein Einspruch ist nicht möglich. Eine Behinderung gegen die Fortführung des Turniers in irgend einer Form durch Wettkämpfer, Betreuer oder andere Personen als Protest gegen ein Urteil des Kampfleiters oder der Wettkampfleitung kann mit dem Ausschluß des Wettkämpfers, des Betreuers oder der gesamten Mannschaft vom Turnier geahndet werden. 7.1 Auslegungsregeln
Treten während eines Turniers Besonderheiten auf, die mit Hilfe der Wettkampfordnung nicht eindeutig geklärt werden können, sind diese Entscheidungen von der Wettkampfleitung zu treffen. Die Mitglieder der Wettkampfleitung müssen dabei nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Taekwondo-Sports entscheiden. 7.2 Gewichtsklassen
Die Anzahl und Einteilung der Gewichtsklassen werden in der Ausschreibung bekanntgegeben. Das Gewicht der Kämpfer wird vor Beginn der Veranstaltung erfaßt. Sind in einer Gewichtsklasse nicht mindestens 3 Kämpfer angetreten, so legt man diese Gewichtsklasse mit einer anderen zusammen. Sonderfälle werden von der Wettkampfleitung geregelt. 7.2.1 Gewichtsklasseneinteilung
In den einzelnen Gewichtsklassen werden die Kampfpaarungen vor Beginn der Kämpfe ausgelost. Nehmen mehrere Schüler derselben Schule teil, können sie in der ersten Runde gesetzt werden. 7.4 Kampfzeit
Die Kampfzeit für Vorkämpfe beträgt ohne Unterbrechungen 2 Minuten, für Endkämpfe 3 Minuten und für Länderkämpfe 2 x 2 Minuten. Ergibt sich nach Ablauf der regulären Kampfzeit Punktegleichstand wird nach einer Pause von 30 - 60 Sekunden der Kampf um eine Minute verlängert. Besteht auch dann noch Punktegleichstand, gewinnt der Kämpfer, der in der erneuten Verlängerung den ersten Punkt erzielt. Ein Unentschieden ist ausgeschlossen. 7.5 Kampffläche
Die Kampffläche ist eine 9 x 9 m großes Quadrat. Sie wird deutlich durch farbige Linien begrenzt. In der Mitte sind in einem Abstand von 2,5 m die Markierungen für die Ausgangsstellungen der Kämpfer angebracht. Für Kampfleiter und Kampfrichter ist folgende Kleidung zwingend vorgeschrieben:
Für Betreuer, Zeitnehmer und Listenführer ist folgende Kleidung zwingend vorgeschrieben:
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